Brief (mit Umschlag) von R. Zechlin an H. W. Henze, 29. Mai 1990
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[Manuskript]
Berlin, 29. 5. 90
Mein Lieber,
eben zurückgekehrt aus der
Deutschen Oper.
Rasch ein Kurzbericht:
Deine Oper wirkte wie neu –
von einer Sängerin dargestellt.*
Ein ganz geschlossenes Kunstwerk,
schade, daß Du nicht dabei
sein konntest.*
Die spontane Begeisterung (Beifall!!)
war echt, spontan und groß.
Und mir hat sich die Oper beim
2. Anhören noch tiefer eingeprägt.
Sie ist wundervoll.
In Eile liebe Grüße!
Deine Ruth
PS: Pischners lassen dich vielmals
grüßen und gratulieren Dir.
Dies ist eine reduzierte Voransicht. Wechseln Sie für weitere Informationen zur Edition des Umschlags
[Umschlag, Manuskript]
Prof. Dr. H. W. Henze
Italia
La Leprara
Via del Fontanile
00047
Marino
(Roma)
fig.: Flugzeug
par avion
by Air Mail
Apparat
Verantwortlichkeiten
- Herausgegeben von
- IC
- Übertragung
Überlieferung
-
Textzeuge: Paul Sacher Stiftung (CH-Bps)
Quellenbeschreibung
- Dokumenttyp: Brief
- Papier
- 1 Blatt
- 1 beschriebene Seite
Material
Umfang
Schreibstile
-
1.Handschrift, Zechlin, Ruth, Kugelschreiber (schwarz).
Einzelstellenerläuterung
-
"… – von einer Sängerin dargestellt."Nach Andrew Clements war die Sängerin Stephanie Sundine bei der Premiere indisponiert und spielte deshalb nur, während Beverly Morgan außerhalb der Bühne sang. Dies wird bestätigt durch ein Programmheft im Nachlass von Paul Sacher, vgl. die Anmerkung zur Einladung zur Premierenfeier.
-
"… Du nicht dabei sein konntest."Henze war nach Abschluss der 2. Münchener Biennale, die vom 25. April bis 17. Mai 1990 stattfand, nach Marino zurückgereist; vgl. Autobiographie, S. 574. Offensichtlich hatte er seinen Aufenthalt in München sowohl zur Premiere von „Das verratene Meer“ in Berlin als auch zur Beisetzung von Luigi Nono am 11. Mai 1990 unterbrochen.