Letter (with Envelope) from R. Zechlin to H. W. Henze, May 6, 1990
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Context
Absolute Chronology
Preceding
- 1986-07-01: an Henze
- 1986-08-03: from Henze
Following
- 1990-05-29: to Henze
- 1992-02-11: from Henze
[Manuscript]
nun kennen wir uns bereits etwa 40 Jahre* –
und wie gut ist es, daß es in Kontinuität
immer wieder Höhepunkte gibt, die Du durch
Deine Musik auslöst.
Deine neue Oper ist grandios!*
Ich habe nach dem ersten Hörerlebnis und
dem erfreulichen Zusammensein mit allen
Henzes* heute Nacht fast kein Auge zugetan.
Du hast psychologisch feinnervigst auf den
Vorwurf reagiert – mit jeder Linie, jeder
Klangfarbe, jeder rhythmischen Struktur.
Die sinfonische Dichte hält durch, dabei
sind es immer Deine Dir eigenen Ton-
kombinationen, welche entstehen.
“schmerzhaft-schön” möchte ich sie be-
zeichnen
Es wäre schon höchst erfreulich, wenn Du
im Herbst einmal bei mir vorbeischauen
würdest. Die Philharmonie ist genau 10
Min. von mir entfernt!*
Paß’ weiter gut auf Dich auf! Ich denke
in alter, bewährter Freundschaft an Dich
und grüße Dich in großer Herzlichkeit!
Deine Ruth
Tel: 2296942
[Envelope, Manuscript]
Prof. Dr. H. W. Henze
Italia
fig.: Flugzeug
par avion
by Air Mail
La Leprara
Via del Fontanile
00047
Marino (Roma)
Zechlin. An der Kolonnade 12/0802 1080
DDR
Editorial
Responsibilities
- Editor(s)
- Irmlind Capelle
- Transcription
- Irmlind Capelle
Tradition
-
Text Source: Basel (Schweiz), Paul Sacher Stiftung (CH-Bps), Sammlung Hans Werner Henze
Shelf mark: Korrespondenz Ruth ZechlinPhysical Description
- Document type: Letter
- Briefpapier
- 1 folio
- 1 written page
Material
Extent
Writing styles
-
1.Handwriting, Zechlin, Ruth, ballpoint pen (black).
Commentary
-
"… uns bereits etwa 40 Jahre"Zum Beginn der Bekanntschaft beider vgl. die Einführung zum Briefwechsel.
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"… Deine neue Oper ist grandios!"Die Uraufführung fand am 5. Mai 1990 in der Deutschen Oper Berlin statt, d. h. Ruth Zechlin schrieb diesen Brief spontan einen Tag später.
-
"… 10 Min. von mir entfernt!"Laut Absenderangabe auf dem Umschlag wohnte Ruth Zechlin zu dieser Zeit “An der Kolonnade” in Berlin-Mitte.