Brief von R. Zechlin an H. W. Henze, 4. Dezember 1984

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[Manuskript]

1115 Berlin-Buch
Bielckenweg 8
Tel. 5 69 71 96


4. 12. 84

Lieber lieber Hans,

noch klingt Deine Musik in meinen
Ohren. Wie gut, daß ich die UA dieses
Stückes miterleben konnte* – wie gut,
daß ich Dich nach langer Zeit wieder traf.

Hier ist rasch die Einladung. Du siehst:
wir sind fast zusammen in der Kom. Oper.*

Für Cypern viel Schönes! Erhole Dich!

nun noch einige Gedanken zu Deiner 7. Sinfonie:

unkonventionelle Kühnheit, viel Kraft.
Eigen-Collage als „Brechung.“
intensive Wärme ohne Sentimentalitäten.
Riesenatem, irre Farben.
Traumhaft schöne Individualstimmen.
viel Polyphonie im Sinne Bachs: Linien
in der Klangpolsterung.
Und: genau das, was sich nur noch
im Klang mitteilen läßt – – –

Treu und herzlich
Deine Ruth

PS: Weißt du eigentlich, wann ich Dein
1. Konzert hörte? – 1959!! (Im
Städt. Konservatorium Westberlin).*

Apparat

Überlieferung

  • Textzeuge: Basel (Schweiz), Paul Sacher Stiftung (CH-Bps), Sammlung Hans Werner Henze
    Signatur: Korrespondenz Ruth Zechlin

    Quellenbeschreibung

    • Dokumenttyp: Brief
    • Material

    • Briefpapier Ruth Zechlin
    • Umfang

    • 1 Blatt
    • 1 beschriebene Seite

Schreibstile

    Einzelstellenerläuterung

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