Manifestation von Künstlern und Schriftstellern zu den X. Weltfestspielen der Jugend und der Studenten 1973 in Berlin
Manifestation*
Wir, Künstler und Schriftsteller vieler Länder, sind hier mit Euch, den Teilnehmenden der X. Weltfestspiele, zusammengekommen, weil die Sache der Jugend auch unsere Sache ist.
Unser gemeinsamer Kampf gilt dem Frieden und dem gesellschaftlichen Fortschritt der Völker; er richtet sich gegen alles, was Leben und Kultur zerstört. Wir werden, wo immer wir tätig sind, die Wahrheit über unser Zeitalter verbreiten, die den arbeitenden Menschen dient, dort, wo sie um ihre Freiheit kämpfen, wie dort, wo sie ihre Freiheit zur täglichen Arbeit nutzen, um ein neues Zusammenleben aufzubauen, bestimmt von der Würde des Menschen und von sozialer Gerechtigkeit.
In diesen Kämpfen der Völker sind Kunst und Literatur unerläßlich. Jede Freiheitsbewegung wird stärker durch Kunst, die sie artikuliert. Sie braucht auch die großen Entwürfe vom Menschen, wie sie in der Kunst der Vergangenheit und Gegenwart zu finden sind.
In diesen Tagen werden in vielen Sprachen viele Gedanken geäußert. Es wird Übereinstimmung geben und Fragen. Aber wenn wir auseinandergehen, werden wir uns nicht trennen, denn uns eint der Gedanke dieses Festivals: Für Solidartät im Kampf gegen imperialistische Unterdrückung, für den Frieden und die Freundschaft zwischen den Völkern.
Darum versichern wir an dieser Stelle: Wir Künstler und Schriftsteller sind mit denen, die für diese großen Ziele eintreten und sie täglich verwirklichen helfen.
Editorial
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Tradition
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Commentary
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"… Manifestation"Diese Manifestation wurde auch im Einzeldruck (Doppelblatt) verbreitet (vgl. die Akten zu dieser Veranstaltung in der AdK, bes. Sign.: AdK-O 3772) und trug dort auf Blatt 1r das Motto: „Jede Freiheitsbewegung wird stärker durch Kunst, die sie artikuliert “.