Brief von R. Zechlin an H. W. Henze, 15. Dezember 1966
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- 1966-12-30: von Henze
Aus dem Leipziger „Astoria“, wo ich nach 3
Tagen Aufnahme mit Kegel und dem Rundfunk-
sinfonieorchester sitze, sollen rasch noch
Weihnachtsgrüße zu Ihnen gehen.
Kegel nahm meine I. Sinfonie auf – er samt
Orchester sind einmalig gut! Sie haben es ja
im April auch gespürt.*
Es war schade, daß Sie in Dresden so von
Zahnschmerzen geplagt wurden.* – Aber die
Musik war wunderschön! Die herrliche Geschichte
für Sopran, Harfe, Celli schnitt ich kürzlich mit.
Ihr ganzes Konzert wurde übertragen.*
Ob es klappt, daß man in Dresden im Jan.*
einmal ein klein wenig Zeit füreinander
findet? Wissen Sie, ich glaube, es ist er-
klärlich und natürlich, daß man hier
Freunde sucht und braucht – – – –
Vielleicht kann ich Ihnen dann auch ein-
mal meine 2. Sinf. zeigen.
Wie werden Sie die verschiedenen Wetter-
Katastrophen überstanden haben?
Tausend gute Wünsche und Grüße –
und viele schöne Ideen!
Herzlich
Ihre Ruth Zechlin
Apparat
Überlieferung
-
Textzeuge: Basel (Schweiz), Paul Sacher Stiftung (CH-Bps), Sammlung Hans Werner Henze
Signatur: Korrespondenz Ruth ZechlinQuellenbeschreibung
- Dokumenttyp: Brief
- 1 Blatt
- 1 beschriebene Seite
Material
Umfang
Einzelstellenerläuterung
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"… ja im April auch gespürt."Vgl. hierzu die Ausführungen zur ersten Begegnung zwischen Zechlin und Henze in der Einführung.
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"… so von Zahnschmerzen geplagt wurden."Vgl. hierzu die Beschreibung Henzes im folgenden Brief und in der Autobiographie, S. 171.
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"… Ihr ganzes Konzert wurde übertragen."Henze dirigierte am 21. Oktober 1966 mit der Staatskapelle Dresden Die Musen Siziliens, Being Beauteous und seine 5. Sinfonie; vgl. die Besprechung in Musik und Gesellschaft, 1967, S. 39.
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"… man in Dresden im Jan."Im Januar 1967 fand in Dresden die DDR EA von „Der junge Lord“ statt.