Brief (mit Umschlag) von H. W. Henze an R. Zechlin, 9. Oktober 1992
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- 1992-09-15: an Sacher
- 1992-10-08: von Zechlin
Folgend
- 1993-01-10: an Sacher
- 1993-01-15: von Sacher
[Typoskript]
Hans Werner Henze
c/o Anna d’Amelio
Via G. Pisanelli, 1
I – 00196 Roma
Tel. 06 – 32.44.639
Fax 06 – 32.44.646
Frau
Ruth Zechlin
Kronbergerstr. 15
D – 8394 Griesbach i.R.
b:zechlin.brf(13)
bitte entschuldige, dass ich mit der Maschine schreibe*; meine Hand tut weh
von der Arbeit an meiner 8.
Was für eine hübsche Idee, mir diese drei Briefe zu komponieren. Ich habe
die darin enthaltenen Mitteilungen mit Vergnügen gelesen*. Du bist ein
fleissiges Mädchen! Und immer voller Ideen und Kreativität, das ist sehr
gut.
Ich hoffe, Du fühlst Dich wohl in der neuen Wohnung und kannst dort
träumen und schreiben nach Herzenslust.
Von mir selbst ist zu berichten, dass ich Mitte August das "Requiem"
beendet, daraufhin eine Reise unternommen* und Mitte September mit Nr. 8
angefangen habe. Die Arbeit daran ist nun die ausschließliche
Beschäftigung für die nächsten Monate. Im Gegensatz zur 7. wird sie leicht
und märchenhaft sein (wodurch es nicht einfacher wird). Halt mir die
Daumen.
Beste Grüsse, alles Liebe,
Dein
hans
[Umschlag, Typoskript]
frau[sic]
Ruth Zechlin
Kronberger Str. 15
D – 8394 Griesbach i.R.
Hans Werner Henze c/o Anna d’Amelio Via G. Pisanelli, 1 I – 00196 Roma
Apparat
Überlieferung
-
Textzeuge: Berlin (Deutschland), Staatsbibliothek zu Berlin. Musikabteilung (D-B), Briefsammlung Ruth Zechlin
Signatur: 55 Nachl 56,32Quellenbeschreibung
- Dokumenttyp: Brief
- helles Briefpapier mit Aufdruck Henze c/o d’Amelio
- 1 Blatt
- 1 beschriebene Seite
- Abmessungen: 297x210 [mm] (HxB)
- gefaltet: 2mal quer auf Dinlang
- einzeilig, Absätze kein Einzug, Abstand ganze Zeile; Blocksatz; Rand links: 3,7 cm
Material
Umfang
Zustand
Layout
Schreibstile
-
1.Maschinenschrift, Grob, Helen.
-
2.Handschrift, Henze, Hans Werner, Filzstift/Fineliner (blau).
Textkonstitution
-
Folgend: handschriftlich, Filzstift/Fineliner (blau), Henze, Hans Werner
Einzelstellenerläuterung
-
"… ich mit der Maschine schreibe"Aus dieser Beschreibung wird deutlich, dass Henze auch bei der Verwendung dieses Briefpapiers offensichtlich auch den Haupttext, selbst bei Maschinenschrift, persönlich geschrieben und nicht nur den Brief unterschrieben hat.
-
"… enthaltenen Mitteilungen mit Vergnügen gelesen"Vgl. zu dem Werk die Hinweise zur Entstehung in: Marion Fürst, S. 95f.
-
"… beendet, daraufhin eine Reise unternommen"In der Autobiographie, S. 578f., erwähnt Henze nach Abschluss des "Requiems" eine Reise nach Amsterdam.